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Prostatitis & Beschwerden beim Wasserlassen: Ursachen, Symptome & Verlaufsformen

Veröffentlicht vom Redaktionsteam ProstaVital Aktualisiert: 2026 Lesezeit: ca. 6 Minuten
Kurzzusammenfassung: Die Prostatitis gehört zu den häufigsten urologischen Diagnosen bei Männern unter 50 sowie über 50 Jahren. Man unterscheidet zwischen bakteriellen Infektionen und dem abakteriellen chronischen Beckenschmerzsyndrom (CPPS). Eine genaue ärztliche Abklärung ist die Basis jeder erfolgreichen Behandlung.

1. Was versteht man unter einer Prostatitis?

Die Prostata (Vorsteherdrüse) ist eine kastaniengroße Drüse, die unterhalb der Harnblase liegt u. die Harnröhre umschließt. Bei einer Prostatitis handelt es sich um eine Entzündung oder Reizung dieses Gewebes. Da die Harnröhre direkt durch die Prostata verläuft, äußern sich Entzündungen meist in veränderten Miktionsgewohnheiten (Wasserlassen).

2. Die 4 Hauptformen nach NIH-Klassifikation

Kategorie I: Akute bakterielle Prostatitis

Plötzlich auftretende bakterielle Infektion mit Fieber, Schüttelfrost und starken Schmerzen beim Wasserlassen. Erfordert sofortige ärztliche Behandlung mit Antibiotika.

Kategorie II: Chronische bakterielle Prostatitis

Wiederkehrende bakterielle Infektionen der Prostata. Die Symptome verlaufen oft schwächer als bei der akuten Form, flammen aber periodisch wieder auf.

Kategorie III: Chronisches Beckenschmerzsyndrom (CPPS)

Die häufigste Form (ca. 90% der Fälle). Keine Bakterien nachweisbar. Ursachen liegen oft in Muskelverspannungen des Beckenbodens, Stress oder Reizungen.

Kategorie IV: Asymptomatische Prostatitis

Entzündungszeichen ohne spürbare Beschwerden. Wird oft zufällig im Rahmen von Routineuntersuchungen festgestellt.

3. Typische Symptome erkennen

  • Häufiger Harndrang (Pollakisurie): Besonders nachts (Nykturie) mit geringen Urinmengen.
  • Erschwertes Wasserlassen (Dysurie): Verzögerter Beginn oder abgeschwächter Harnstrahl.
  • Druck- oder Schmerzgefühl: Im Bereich des Dammens (zwischen Anus und Skrotum), im Unterleib oder im unteren Rücken.
  • Nachträufeln: Unvollständiges Entleerungsgefühl der Blase.

4. Was kann man präventiv tun?

Neben der ärztlichen Therapie unterstützen gezielte Lebensstiländerungen das Wohlbefinden:

  1. Ausreichend trinken: Mindestens 1,5 bis 2 Liter Wasser täglich, um die Harnwege gut zu spülen.
  2. Beckenboden stärken: Gezieltes Training verringert Muskelverspannungen im Beckenbereich.
  3. Ausgewogene Nährstoffzufuhr: Pflanzliche Inhaltsstoffe wie Sägepalmenextrakt, Kürbiskerne sowie Zink & Selen fördern die normale Zellfunktion.
  4. Unterkühlung vermeiden: Langes Sitzen auf kalten Flächen vermeiden.

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